Ein Weihnachtsstern braucht einen hellen Platz bei 18 bis 22 Grad, keine Zugluft und wenig Wasser: Gieß erst, wenn die Erde an der Oberfläche angetrocknet ist. Kälte verträgt er schlecht, schon ein paar Minuten auf dem Heimweg reichen, und er lässt einige Tage später die Blätter fallen.
Darum beginnt die Pflege beim Kauf. Hier liest du, woran du eine gute Pflanze erkennst, wie sie heil nach Hause kommt, was in der ersten Woche zählt und was es bedeutet, wenn Blätter welken, gelb werden oder abfallen. Am Ende steht ein Plan, mit dem sich der Weihnachtsstern im nächsten Winter wieder färbt.
Was den
Weihnachtsstern ausmacht
Der Weihnachtsstern stammt aus Mexiko und Mittelamerika und gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Die roten, weißen oder rosa Blätter, die wir für Blüten halten, sind Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sitzen klein und gelbgrün in ihrer Mitte.
Aus seiner Heimat bringt er zwei Ansprüche mit: Er mag es gleichmäßig warm und verträgt keine nassen Füße.
Worauf du
beim Kauf achtest
Ein guter Weihnachtsstern hat kräftig gefärbte Hochblätter, grünes Laub bis zum Topfrand und Erde, die weder nass noch staubtrocken ist.
- Blüten in der Mitte: Sind die kleinen gelbgrünen Knospen in der Mitte noch geschlossen und frisch, steht die Pflanze am Anfang ihrer Blütezeit und hält lange. Fehlen sie schon, ist sie weiter.
- Grüne Blätter bis unten: Kahle Stiele oder gelbe Blätter im unteren Bereich deuten auf Kälte, Nässe oder zu wenig Licht vor dem Kauf.
- Kein Platz in der Kälte: Weihnachtssterne, die draußen vor einem Geschäft oder in der Zugluft am Eingang stehen, haben oft schon gelitten, auch wenn man es ihnen noch nicht ansieht.
- Erde prüfen: Ein schwerer, nasser Topf ist ein Warnzeichen. Staunässe, also Wasser, das sich im Topf staut, lässt die Wurzeln faulen.
Gut nach
Hause bringen
Für den Heimweg lässt du den Weihnachtsstern immer einpacken, in Papier oder eine Tüte, die oben geschlossen ist. Fahr dann direkt nach Hause. Im kalten Auto, während du noch einkaufen gehst, kühlt die Pflanze schnell aus.
Lässt ein Weihnachtsstern wenige Tage nach dem Kauf viele grüne Blätter fallen, war meist ein Kälteschock auf dem Weg der Grund.
Die erste Woche
zu Hause
- Gleich auspacken: Nimm die Pflanze direkt aus der Verpackung, damit sie nicht in der Folie schwitzt.
- Hell, aber ohne Mittagssonne: Ein Platz an einem Ost- oder Westfenster ist ideal. Direkt über der Heizung ist die Luft zu trocken, an der oft geöffneten Balkontür zieht es.
- Manschette kontrollieren: Viele Töpfe stecken in einer Hülle aus Folie oder Papier. Darin sammelt sich Gießwasser. Schütt es nach jedem Gießen weg oder nimm die Hülle ganz ab.
- Am Platz lassen: Häufiges Umstellen stresst den Weihnachtsstern. Such ihm einmal einen guten Platz und lass ihn dort.
Richtig
gießen
Ein Weihnachtsstern verträgt kurze Trockenheit besser als Nässe. Gieß erst, wenn sich die Erde an der Oberfläche trocken anfühlt. In einer warmen Wohnung ist das meist alle paar Tage der Fall, bei kleinen Mini-Weihnachtssternen öfter, weil ihr Topf weniger Erde hat.
Nimm zimmerwarmes Wasser, kaltes Leitungswasser mag er nicht. Bewährt hat sich das Tauchbad: Stell den Topf ein paar Minuten in einen Eimer mit zimmerwarmem Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Danach lässt du ihn gut abtropfen und stellst ihn zurück in den Übertopf.
Trockene Heizungsluft mag er ebenfalls nicht. Eine Schale mit Wasser in der Nähe hilft. Die farbigen Hochblätter besprühst du nicht, sie bekommen davon Flecken. Mehr zum Gießen von Zimmerpflanzen steht in unserem Ratgeber Zimmerpflanzen richtig gießen.
Wenn Blätter
fallen oder welken
Ein kranker Weihnachtsstern zeigt meist deutlich, was ihm fehlt. So liest du die Zeichen:
Grüne Blätter fallen plötzlich ab
Meist Kälte oder Zugluft, oft vom Heimweg oder von einem gekippten Fenster. Stell ihn an einen warmen, zugfreien Platz und gieß sparsam.
Blätter hängen schlaff, die Erde ist nass
Ein Zeichen für Staunässe, die Wurzeln bekommen keine Luft mehr. Gieß das Wasser aus dem Übertopf ab und lass die Erde abtrocknen, bevor du wieder gießt.
Blätter hängen schlaff, die Erde ist trocken
Hier fehlt Wasser. Ein Tauchbad hilft meist schon nach wenigen Stunden.
Untere Blätter werden gelb
Oft zu wenig Licht oder zu viel Wasser. Such ihm einen helleren Platz und gieß seltener.
Hochblätter werden blass oder grünlich
Im späten Winter ist das normal. Die Blütezeit geht zu Ende, die Pflanze ist gesund.
Kleine weiße Fliegen fliegen auf
Das sind Weiße Fliegen, ein häufiger Schädling am Weihnachtsstern. Gelbtafeln, die du in die Erde steckst, fangen die Tiere ab.
Giftig für
Kinder und Tiere?
Der weiße Milchsaft des Weihnachtssterns reizt Haut und Schleimhäute, wie bei allen Wolfsmilchgewächsen. Stell ihn außer Reichweite von kleinen Kindern, Katzen und Hunden. Beim Schneiden trägst du Handschuhe und wäschst dir danach die Hände.
Damit er im nächsten
Jahr wieder rot wird
Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagpflanze: Er färbt seine Hochblätter nur, wenn die Nächte lang sind. Mit etwas Geduld klappt das auch zu Hause.
Januar bis März
Weiter hell und warm stellen und sparsam gießen. Die Hochblätter verblassen nach und nach.
April
Die Triebe um etwa die Hälfte zurückschneiden, dabei Handschuhe tragen. Danach in frische Blumenerde umtopfen.
Mai bis September
Sobald die Nächte nicht mehr kalt sind, darf er an einen geschützten, halbschattigen Platz auf Balkon oder Terrasse. Jetzt regelmäßig gießen und alle zwei Wochen düngen. Bevor die Nächte im Herbst kühl werden, holst du ihn wieder herein.
Ab Anfang Oktober
Etwa sechs bis acht Wochen lang braucht er jeden Tag mindestens zwölf Stunden völlige Dunkelheit, zum Beispiel unter einem Karton oder in einem Schrank, etwa von 18 bis 8 Uhr. Schon das Licht einer Lampe am Abend stört.
Ab Ende November
Sobald sich die Hochblätter färben, steht er wieder normal am hellen Fenster.
Das gelingt nicht jedes Mal. Wer es einfacher mag, holt sich im Advent einen neuen Weihnachtsstern.
Weihnachtssterne
aus Tettnang
Ab November wird es bei Blumen Heck in Tettnang weihnachtlich. Dann findest du bei uns Weihnachtssterne, Amaryllis und Christrosen, dazu Adventskränze und Gestecke aus unserer Werkstatt. Alles zur Adventszeit steht auf der Seite Advent und Weihnachten, was in der Gärtnerei sonst im Winter los ist, unter Gärtnerei im Winter. Damit auch der Kranz bis Weihnachten grün bleibt, hilft unser Ratgeber Adventskranz frisch halten.
Häufige Fragen
zum Weihnachtsstern
Warum verliert mein Weihnachtsstern die Blätter?
Meist wegen Kälte oder Zugluft, oft schon auf dem Heimweg vom Kauf. Auch Staunässe im Übertopf führt zu Blattfall.
Wie oft muss ich einen Weihnachtsstern gießen?
Erst, wenn die Erde an der Oberfläche trocken ist, in warmen Räumen meist alle paar Tage. Wasser, das im Übertopf steht, gießt du ab.
Wo steht ein Weihnachtsstern am besten?
Hell, ohne pralle Mittagssonne und ohne Zugluft, bei 18 bis 22 Grad. Ein Ost- oder Westfenster ohne Heizung direkt darunter ist ideal.
Ist der Weihnachtsstern giftig für Katzen?
Ja, sein Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute, auch bei Tieren. Stell ihn so auf, dass Katzen nicht daran knabbern.
Wird ein Weihnachtsstern wieder rot?
Ja, wenn er ab Oktober sechs bis acht Wochen lang jeden Tag mindestens zwölf Stunden völlig dunkel steht. Dann färben sich die Hochblätter bis Weihnachten neu.
Wo bekomme ich in Tettnang einen Weihnachtsstern?
Bei Blumen Heck in der Lindauer Straße 35. Lass ihn dir für den Heimweg gut einpacken, damit er unterwegs keine Kälte abbekommt.

Deine Ansprechpartnerin
Steffi Heck
Floristmeisterin und Inhaberin
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Wir nehmen uns gern Zeit für dich.
