Den passenden Brautstrauß finden

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Den passenden Brautstrauß findest du in vier Schritten: Zuerst schaust du auf dein Kleid, dann auf Ort und Jahreszeit der Hochzeit. Danach wählst du Form und Größe, ganz zum Schluss Blumen und Farben.

Die meisten Ratgeber hören beim Kleid auf. Dabei trägst du den Strauß von der Trauung über den Sektempfang bis zu den Fotos, oft mehrere Stunden und im Sommer in praller Sonne. Ein guter Brautstrauß passt deshalb zu deinem Kleid und zu deinem Tag. Hier erfährst du, worauf du bei beidem achtest.

Zuerst das
Brautkleid

Das Brautkleid gibt die Richtung für den Brautstrauß vor, weil Schnitt und Stoff bestimmen, wie viel Strauß daneben wirkt. Als Faustregel gilt: Je voluminöser das Kleid, desto größer darf der Strauß sein.

  • A-Linie und Prinzessinnenkleid: Ein weiter Rock verträgt einen runden, dichten Strauß in ordentlicher Größe. Ein kleines Sträußchen geht davor leicht verloren.
  • Etui und Meerjungfrau: Schmale, figurbetonte Schnitte wirken mit einem schlanken Strauß am besten: einem Brautzepter, einem kleinen Wasserfall oder einem Armstrauß.
  • Boho und Vintage: Spitze, fließende Stoffe und lockere Schnitte passen zu einem locker gebundenen Strauß mit Gräsern und viel Grün.
  • Kurzes Kleid oder Hosenanzug: Für das Standesamt oder einen modernen Look reicht ein kleiner, kompakter Strauß. Er hält die Proportionen und stiehlt dem Outfit nicht die Show.

Auch deine Größe spielt mit. Ein ausladender Strauß verdeckt bei einer zierlichen Braut schnell die halbe Silhouette. Groß gewachsene Bräute tragen lange, fließende Formen dagegen mit Leichtigkeit.

Dann Ort
und Jahreszeit

Der Ort der Trauung entscheidet darüber, wie viel Strauß praktisch ist. Im Standesamt stehst du kurz im Mittelpunkt, ein kleiner Strauß genügt. In der Kirche gibst du den Strauß beim Ringtausch meist an die Trauzeugin weiter. Bei einer freien Trauung im Freien hält ihn oft jemand anderes, während du vorne stehst.

Bei einer Sommerhochzeit am Bodensee, in Oberschwaben oder im Allgäu steht der Strauß gern lange in der Sonne. Rosen, Eustoma und Chrysanthemen bleiben dann frisch. Hortensien sehen herrlich aus, welken ohne Wasser aber schnell. Pfingstrosen öffnen sich in der Wärme rasch und sind am Nachmittag oft schon weit aufgeblüht.

Blumen, die gerade Saison haben, sind frischer und leichter zu bekommen. Diese Blüten haben ihre beste Zeit:

Frühling

Ranunkeln, Tulpen, Anemonen und Flieder. Ab Mai kommen die ersten Pfingstrosen dazu.

Sommer

Pfingstrosen bis in den Juni, dann Rosen, Hortensien, Lavendel, Kornblumen und Sonnenblumen.

Herbst

Dahlien bis zum ersten Frost, Astern, Hortensien in herbstlichen Tönen, dazu Hagebutten und Beeren.

Winter

Amaryllis, Christrosen und Anemonen. Mit Eukalyptus und anderem Grün wirkt ein Winterstrauß frisch.

Rosen, Eustoma und Eukalyptus bekommt man das ganze Jahr. Sie sind eine gute Basis, wenn du dich zu deinem Termin nicht auf eine bestimmte Saisonblume festlegen willst.

Die Formen
im Überblick

Die Form eines Brautstraußes beschreibt, wie die Blüten gebunden sind und wie der Strauß in der Hand liegt. Fünf Formen kommen am häufigsten vor:

  • Rund: Der Klassiker, auch Biedermeierstrauß genannt. Dicht und kompakt gebunden, passt zu fast jedem Kleid. Heute wird er oft etwas lockerer gebunden als früher.
  • Wasserfall: Auch Kaskade genannt: Blüten und Ranken fallen nach unten. Wirkt festlich und passt zu langen, schlichten Kleidern.
  • Locker gebunden: Natürlich, mit Gräsern und Grün, als käme er gerade von der Wiese. Beliebt bei Hochzeiten im Boho- oder Landhausstil.
  • Brautzepter: Schlank, mit wenigen Blüten an einem langen, gebundenen Stiel. Eine elegante, moderne Variante.
  • Armstrauß: Lange Stiele, die locker im Arm liegen statt in der Hand. Wirkt lässig und passt zu schmalen Kleidern.

Größe, Gewicht
und Haltung

Ein Brautstrauß sollte so groß sein, dass er zu deinem Kleid passt, und so leicht, dass du ihn ohne Mühe durch den Tag trägst. Ein großer Wasserfall wiegt deutlich mehr als ein kleiner runder Strauß. Wenn du einen großen Strauß möchtest, plan ein, ihn zwischendurch abzulegen.

Für die Fotos hältst du den Strauß mit beiden Händen etwa auf Höhe des Bauchnabels, die Ellbogen locker angewinkelt. So bleibt die Taille sichtbar, und der Strauß verdeckt das Kleid nicht. Hältst du ihn zu hoch, wirken die Schultern verkrampft.

Farben und
was dazu passt

Die Farbe der Blüten wirkt immer im Zusammenspiel mit dem Kleid. Reinweiße Blüten können ein Kleid in Ivory oder Creme gelblich wirken lassen. Zu solchen Tönen passen Blüten in Creme, Champagner oder zartem Rosa besser. Am sichersten gelingt das mit einer kleinen Stoffprobe, die du dir im Brautmodengeschäft geben lässt.

Viele Paare greifen für den Strauß Farben aus der Tischdeko, den Einladungen oder dem Anzug des Bräutigams auf. Der Anstecker für den Bräutigam nimmt meist eine Blüte aus dem Brautstrauß auf. Die Sträuße für Trauzeugin und Brautjungfern sind kleiner und in derselben Farbwelt gehalten. Wer möchte, wählt Blüten nach ihrer Bedeutung aus. Was einzelne Blumen ausdrücken, steht in unserem Artikel zur Blumensprache.

Zwei Dinge klärst du besser vorher. Der Blütenstaub von Lilien hinterlässt Flecken, die aus hellem Stoff kaum herausgehen, deshalb entfernt man die Staubgefäße vor dem Binden. Und wenn du oder jemand aus dem engen Kreis Heuschnupfen hat, sag es bei der Beratung. Stark duftende Blüten lassen sich dann gezielt vermeiden.

Was du zur Beratung
mitbringst

Zur Beratung für den Brautstrauß bringst du am besten alles mit, was dein Kleid und deine Hochzeit zeigt:

  • Ein Foto des Kleides: Auch ein Handyfoto aus der Anprobe reicht. Schnitt, Stoff und Details wie Spitze oder Perlen sind dabei am wichtigsten.
  • Eine Stoffprobe: Damit lassen sich Weißtöne und Farben direkt neben den Blüten vergleichen.
  • Bilder, die dir gefallen: Und ein paar, die dir gar nicht gefallen. Beides zeigt deinen Geschmack schneller als jede Beschreibung.
  • Die Eckdaten: Datum, Ort der Trauung, Location und die Farben deiner Hochzeit.
  • Allergien: Falls du oder jemand im engen Kreis auf Pollen oder bestimmte Blüten reagiert.

Nach altem Brauch kümmert sich der Bräutigam um den Brautstrauß, und die Braut sieht ihn erst am Hochzeitstag. Viele Paare gehen heute zusammen zur Beratung. Geht der Bräutigam allein, gibt ihm die Trauzeugin am besten Fotos vom Kleid mit.

Bei Blumen Heck in Tettnang berät dich Floristmeisterin Steffi Heck persönlich. Neben dem Brautstrauß gehören Brautzepter, Haarschmuck, Wurfstrauß, Anstecker und Sträuße für Trauzeugen und Brautjungfern zu unseren Leistungen für deine Hochzeit. Für die gesamte Hochzeitsfloristik sind etwa sechs Monate Vorlauf ideal. Einen Brautstrauß mit Anstecker bekommst du bei uns oft auch kurzfristiger. Wie du die Blumen für den ganzen Tag zeitlich planst, steht im Artikel Hochzeitsblumen planen.

Am Tag
der Hochzeit

Ein Brautstrauß bleibt am längsten frisch, wenn er bis kurz vor der Trauung mit den Stielen im Wasser steht, kühl und schattig. Vor dem Herausnehmen tupfst du die Stielenden mit einem Tuch trocken, damit kein Wasser aufs Kleid tropft.

  • Nicht ins Auto: Ein geparktes Auto heizt sich in der Sonne schnell auf. Der Strauß fährt mit, bleibt aber nicht darin liegen.
  • Zwischendurch ins Wasser: Zwischen Trauung und Fotoshooting stellt die Trauzeugin den Strauß wieder in eine Vase. Ein Wasserglas genügt.
  • Nicht auf die Blüten legen: Wenn du den Strauß ablegst, dann auf die Seite oder auf den Stiel gestützt, damit keine Blüte geknickt wird.
  • Einen Wurfstrauß einplanen: Für den Brautstraußwurf nimmst du einen eigenen, kleineren Strauß. So bleibt dein Brautstrauß als Erinnerung bei dir.

Nach
der Hochzeit

Ein Brautstrauß lässt sich gut trocknen und als Erinnerung aufbewahren. Am besten gelingt das, solange die Blüten noch frisch sind: Strauß kopfüber an einem dunklen, trockenen und luftigen Ort aufhängen und zwei bis drei Wochen warten. Rosen, Lavendel und Schleierkraut trocknen besonders schön. Wie das genau geht, liest du in unserem Artikel über Trockenblumen.

Alles rund um Brautstrauß, Kirchenschmuck und Tischdeko findest du auf unserer Seite zur Hochzeitsfloristik am Bodensee.

Häufige Fragen
zum Brautstrauß

Welcher Brautstrauß passt zu meinem Kleid?

Je voluminöser das Kleid, desto größer darf der Strauß sein. Zu weiten A-Linien passt ein runder, dichter Strauß, zu schmalen Etui- und Meerjungfrau-Kleidern ein Brautzepter, ein kleiner Wasserfall oder ein Armstrauß.

Wann sollte ich den Brautstrauß bei Blumen Heck bestellen?

Für die gesamte Hochzeitsfloristik sind etwa sechs Monate Vorlauf ideal. Einen Brautstrauß mit Anstecker bekommst du oft auch kurzfristiger, frag am besten direkt an.

Wer bezahlt traditionell den Brautstrauß?

Nach altem Brauch der Bräutigam, und die Braut sieht den Strauß erst am Hochzeitstag. Heute gehen viele Paare gemeinsam zur Beratung.

Wie halte ich den Brautstrauß richtig?

Mit beiden Händen etwa auf Höhe des Bauchnabels, die Ellbogen locker angewinkelt. So bleibt die Taille sichtbar und der Strauß verdeckt das Kleid nicht.

Welche Blumen halten im Sommer am längsten?

Rosen, Eustoma und Chrysanthemen bleiben auch bei Wärme lange frisch. Hortensien welken ohne Wasser schnell, Pfingstrosen öffnen sich in der Hitze rasch.

Steffi Heck

Deine Ansprechpartnerin

Steffi Heck

Floristmeisterin und Inhaberin

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