Grab winterfest machen

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Ein Grab machst du winterfest, indem du es rechtzeitig vor Allerheiligen mit winterharten Pflanzen neu bepflanzt. Abgedeckt wird bei uns im Bodenseekreis nichts: Die Bepflanzung bleibt den ganzen Winter über offen und sichtbar.

Viele Anleitungen im Netz raten, das Grab im November mit Tannenzweigen abzudecken. In unserer Region ist das nicht üblich, und für eine frische Winterbepflanzung ergibt es auch wenig Sinn. Unter den Zweigen bekommen die Pflanzen kein Licht, und bei mildem, feuchtem Wetter fangen sie an zu schimmeln. Hier erfährst du, wie es bei uns gemacht wird.

Der richtige
Zeitpunkt

Bei uns gibt Allerheiligen den Takt vor. Der 1. November ist in Baden-Württemberg ein Feiertag, an dem viele Familien die Gräber besuchen. Bis dahin sollte die Sommerbepflanzung abgeräumt und das Grab winterfest bepflanzt sein.

Am besten pflanzt du im Oktober. Dann haben die Pflanzen noch ein paar Wochen Zeit, Wurzeln zu bilden, bevor es richtig kalt wird. Am Bodensee kommen die ersten Fröste oft etwas später als im Hinterland, weil der See die Wärme lange speichert.

Dein Zeitplan
für Herbst und Winter

Anfang bis Mitte Oktober

Sommerblumen abräumen, Laub und Unkraut entfernen, die Erde lockern und die winterharten Pflanzen setzen.

Bis Allerheiligen

Grabschmuck dazu: ein Gesteck, eine bepflanzte Schale oder ein kleiner Kranz. Dazu die Grablaterne prüfen und eine frische Kerze bereitstellen.

November bis Februar

An frostfreien, trockenen Tagen gießen, Welkes auszupfen und nach Sturm oder Schnee nachsehen, ob Schmuck und Laterne noch stehen.

März und April

Was den Winter nicht gut überstanden hat, kommt raus. Danach ist Platz für die Frühjahrsbepflanzung.

Schritt für Schritt
zum winterfesten Grab

  • Sommerbepflanzung abräumen: Begonien, Fuchsien und die meisten anderen Sommerblumen vertragen keinen Frost. Zieh sie mit den Wurzeln heraus und entferne Laub und Unkraut. Bodendecker schneidest du nur dort zurück, wo sie über die Einfassung wachsen.
  • Erde vorbereiten: Lockere die Oberfläche mit einer kleinen Harke und füll eingesunkene Stellen mit frischer Graberde auf.
  • Winterharte Pflanzen setzen: Setz die neuen Pflanzen etwas tiefer, als sie im Topf standen, drück die Erde gut an und gieß gründlich. Welche Pflanzen sich eignen, steht im nächsten Abschnitt.
  • Grabschmuck sichern: Vasen und Schalen aus Ton oder Terrakotta können platzen, wenn Wasser darin gefriert. Leere sie oder nimm empfindliche Deko über den Winter mit nach Hause. Bei Laternen prüfst du Glas und Deckel.
  • Gesteck dazu: Ein Grabgesteck oder ein kleiner Kranz macht das Grab zu Allerheiligen festlich und hält oft bis weit in den Winter. Beides bekommst du fertig gebunden bei Blumen Heck in Tettnang.

Welche Pflanzen
den Winter schaffen

Weil bei uns nichts abgedeckt wird, kommt es auf robuste Pflanzen an, die Frost, Schnee und Wintersonne offen aushalten. Bei uns in der Gärtnerei stehen im Herbst vor allem Heidekraut, Chrysanthemen, Silberblatt, Alpenveilchen und winterfeste Gräser.

  • Heidekraut: Besenheide blüht im Herbst, die Schneeheide oft schon mitten im Winter. Beide sind ein Klassiker auf Gräbern.
  • Silberblatt: Das silbrige Laub hellt dunkle Gräber auf und hält in milden Wintern bis ins Frühjahr.
  • Chrysanthemen: Die typische Blume zu Allerheiligen. Sie blühen bis in den November, stärkere Fröste überstehen die meisten Sorten aber nicht.
  • Alpenveilchen: Achte auf winterharte Sorten für draußen. Die großblumigen Alpenveilchen fürs Zimmer erfrieren beim ersten Frost.
  • Scheinbeere: Immergrün mit leuchtend roten Beeren, die den ganzen Winter halten.
  • Christrose: Blüht genau dann, wenn sonst nichts mehr blüht, und verträgt Frost und Schnee.
  • Purpurglöckchen und Gräser: Farbiges Laub und Gräser wie Seggen geben dem Grab Struktur, auch wenn nichts blüht.

Am leichtesten wird die Pflege mit einem festen Grundgerüst aus Bodendeckern, das das ganze Jahr bleibt. Mehr dazu liest du in unserem Artikel zur Grabbepflanzung im Jahreslauf.

Warum wir
nicht abdecken

In anderen Gegenden deckt man Gräber im Winter mit Tannenzweigen ab, um Stauden und Bodendecker zu schützen. Bei uns kommt zu Allerheiligen eine frische Winterbepflanzung aufs Grab. Die soll man sehen, und sie braucht Licht und Luft. Unter einer Schicht Zweige bleibt es feucht, und die Pflanzen fangen an zu faulen oder zu schimmeln.

Schaden nimmt eine Winterbepflanzung eher durch Trockenheit. Bei Kahlfrost, also Frost ohne schützende Schneedecke, verdunsten immergrüne Pflanzen weiter Wasser, können aus dem gefrorenen Boden aber nichts nachziehen. Dagegen helfen robuste Pflanzen und ein paar Liter Wasser an frostfreien Tagen.

Im Winter
und im Frühjahr

Auch im Winter brauchen immergrüne Pflanzen ab und zu Wasser, vor allem an frostfreien, sonnigen Tagen nach einer trockenen Woche. Schnee ist dagegen kein Problem, er schützt die Pflanzen eher. Nach einem Sturm lohnt sich ein kurzer Besuch, um nach Grabschmuck und Laterne zu sehen.

Im März oder April, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, räumst du aus, was den Winter nicht gut überstanden hat, und setzt die Frühjahrsbepflanzung. Verblühtes und alte Pflanzen kommen in den Grünschnitt-Container des Friedhofs.

Was die
Friedhofsordnung sagt

Jeder Friedhof hat eine eigene Ordnung. Sie regelt zum Beispiel, welcher Grabschmuck erlaubt ist, ob Kunststoff auf dem Grab liegen darf und wohin Grünschnitt und Abfall gehören. Für die Friedhöfe in Tettnang bekommst du die Friedhofsordnung bei der Stadtverwaltung. Ein Blick hinein erspart Ärger, bevor neuer Schmuck aufs Grab kommt.

Wenn du es
nicht selbst schaffst

Nicht jeder wohnt in der Nähe oder kann im Oktober auf dem Friedhof knien. Dann übernehmen wir das für dich. Unser Gärtner Daniel Theurer bepflanzt und pflegt Gräber auf dem Alten und Neuen Friedhof in Tettnang sowie in Meckenbeuren, Brochenzell und Kehlen.

  • Einmalig: Herbst- und Winterbepflanzung oder Grabschmuck zu Allerheiligen, ganz wie du es brauchst.
  • Im Abonnement: Saisonale Bepflanzung, Gießen und Unkraut entfernen über das ganze Jahr.
  • Dauergrabpflege: Als Mitglied der Genossenschaft Württembergischer Friedhofsgärtner eG bieten wir garantierte Grabpflege mit bis zu 25 Jahren Laufzeit an. Das Geld wird treuhänderisch verwaltet, unabhängige Prüfer kontrollieren die Pflege.

Zu Allerheiligen gestalten wir in unserer Gärtnerei Schaugräber. Dort siehst du, wie eine Herbst- und Winterbepflanzung aussehen kann, und bekommst Tipps für dein Grab. Alles Weitere findest du auf unserer Seite zur Grabpflege in Tettnang.

Häufige Fragen
zum Grab im Winter

Muss man ein Grab im Winter mit Tannenzweigen abdecken?

Nein, bei uns im Bodenseekreis ist das nicht üblich. Zu Allerheiligen kommt eine winterharte Bepflanzung aufs Grab, die offen bleibt. Unter Tannenzweigen würden die Pflanzen im feuchten Winter schimmeln.

Wann bepflanzt man ein Grab für den Winter?

Im Oktober, spätestens bis Allerheiligen am 1. November. Dann wachsen die Pflanzen noch an, bevor es richtig kalt wird.

Welche Pflanzen eignen sich für ein Grab im Winter?

Robuste Pflanzen wie Heidekraut, Silberblatt, Scheinbeere, Christrosen, Purpurglöckchen und winterfeste Gräser. Chrysanthemen blühen bis November, starke Fröste überstehen sie meist nicht.

Muss ich ein Grab im Winter gießen?

Ja, an frostfreien Tagen, wenn es länger trocken war. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser und vertrocknen sonst.

Kann ich Grabschalen über den Winter draußen lassen?

Frostfeste Schalen ja, leere aber das Wasser aus. Gefäße aus Ton oder Terrakotta können bei Frost platzen und kommen besser nach Hause.

Macht Blumen Heck die Winterbepflanzung zu Allerheiligen?

Ja. Im Oktober bepflanzen wir Gräber auf den Friedhöfen in Tettnang und Umgebung winterfest, rechtzeitig vor Allerheiligen. Ideen dafür zeigen dir unsere Schaugräber in der Gärtnerei.

Daniel Theurer

Dein Ansprechpartner

Daniel Theurer

Gärtner und Friedhofsverantwortlicher

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Schreib uns, wir melden uns bei dir.