Grabbepflanzung im Jahreslauf

← Zurück zum Ratgeber

Eine Grabbepflanzung im Jahreslauf besteht aus einem festen Grundgerüst, das das ganze Jahr bleibt, und einer kleinen Wechselfläche, die du dreimal im Jahr neu bepflanzt: im März oder April, ab Mitte Mai und im Oktober vor Allerheiligen. So sieht das Grab zu jeder Jahreszeit gepflegt aus, und die meiste Arbeit fällt auf wenige feste Termine.

Viele Ratgeber zeigen schöne Pflanzen für jede Jahreszeit. Was oft fehlt, ist der Kalender dazu: wann welche Pflanzen aufs Grab kommen, wann im Sommer die eigentliche Arbeit liegt und welcher Handgriff im Herbst schon für Blüten im Frühjahr sorgt. Hier findest du alles in der richtigen Reihenfolge.

Grundgerüst
und Wechselfläche

Das Grundgerüst eines Grabes ist die Dauerbepflanzung aus Bodendeckern und kleinen immergrünen Gehölzen, die mehrere Jahre an ihrem Platz bleiben. Sie decken den Boden ab, halten Unkraut klein und schützen die Erde vor dem Austrocknen.

Als Faustregel gilt: etwa zwei Drittel der Fläche für das Grundgerüst, ein Drittel für die Wechselbepflanzung. Die Wechselfläche liegt meist vorne oder in der Mitte, wo man sie gut sieht. Je kleiner sie ist, desto weniger Arbeit macht das Grab.

Welche Bodendecker passen, hängt davon ab, wie viel Sonne das Grab abbekommt. Ein Grab unter alten Bäumen braucht andere Pflanzen als eines, das den ganzen Tag in der Sonne liegt.

  • Sonnige Gräber: Fetthenne, Thymian und Zwergmispel kommen mit Hitze und trockenen Wochen gut zurecht.
  • Halbschatten: Kriechspindel, Zwergmispel und Efeu wachsen dicht und bleiben das ganze Jahr grün.
  • Schattige Gräber: Efeu, Kleines Immergrün und Dickmännchen kommen mit wenig Licht aus. Dickmännchen, botanisch Pachysandra, bildet unter Bäumen dichte, glänzend grüne Teppiche.

Wie hoch Gehölze werden dürfen und welcher Grabschmuck erlaubt ist, regelt die Friedhofsordnung. Ein Blick hinein lohnt sich, bevor du neu pflanzt.

Frühjahr:
März und April

Die Frühjahrsbepflanzung kommt aufs Grab, sobald der Boden frostfrei ist und keine starken Nachtfröste mehr zu erwarten sind. In vielen Jahren ist das im März so weit. Viele Familien richten sich nach Ostern, das zwischen dem 22. März und dem 25. April liegt.

  • Winterbepflanzung abräumen: Was den Winter nicht gut überstanden hat, kommt raus. Was noch gut aussieht, darf bis zur Frühjahrsbepflanzung bleiben.
  • Erde vorbereiten: Lockere die Oberfläche, füll eingesunkene Stellen mit frischer Graberde auf und schneid Bodendecker zurück, wo sie über die Einfassung wachsen.
  • Düngen: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für etwas Langzeitdünger. Er versorgt das Grundgerüst bis in den Sommer.
  • Neu pflanzen: Primeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen, Vergissmeinnicht und Blaukissen, dazu vorgezogene Zwiebelblumen wie Narzissen, Hyazinthen und Tulpen.

Einen Teil der Frühjahrsblumen ziehen wir in unserer Gärtnerei in Tettnang selbst heran. Zu Ostern gehört auf vielen Gräbern ein kleines Gesteck oder eine bepflanzte Schale dazu. Beides bekommst du bei uns fertig.

Sommer:
ab Mitte Mai

Die Sommerbepflanzung setzt du nach den Eisheiligen, also nach dem 15. Mai. Vorher drohen noch kalte Nächte, und die meisten Sommerblumen vertragen keinen Frost. Die Frühjahrsblumen haben bis dahin ausgeblüht und machen Platz.

  • Für sonnige Gräber: Begonien, Verbenen, Studentenblumen und Lavendel halten Sonne und Wärme gut aus.
  • Für schattige Gräber: Fuchsien und Begonien blühen auch dort, wo wenig Sonne hinkommt.

Im Sommer ist Gießen die Hauptarbeit am Grab. Darauf kommt es an:

  • Frisch gesetzt: Neue Pflanzen brauchen in den ersten zwei bis drei Wochen regelmäßig Wasser, bis sie angewachsen sind.
  • Lieber kräftig als oft: Gieß seltener, dafür durchdringend. Ein paar Spritzer jeden Tag erreichen die Wurzeln nicht.
  • Morgens oder abends: In der Mittagshitze verdunstet viel Wasser, bevor es im Boden ankommt.
  • Ausputzen: Zupf Verblühtes regelmäßig ab. Begonien und Verbenen blühen dann bis in den Herbst weiter.
  • Urlaubszeit: Frag Angehörige oder Bekannte, ob sie gießen, oder gib das Gießen für die Zeit an eine Friedhofsgärtnerei ab.

Herbst:
Oktober bis Allerheiligen

Im Oktober kommt die Herbst- und Winterbepflanzung aufs Grab. Bis Allerheiligen am 1. November, in Baden-Württemberg ein Feiertag, soll das Grab fertig sein. Jetzt haben die Pflanzen noch Zeit, vor dem ersten Frost Wurzeln zu bilden.

Klassiker für den Herbst sind Heidekraut, Chrysanthemen, Silberblatt, Alpenveilchen für draußen und winterfeste Gräser. Welche davon auch den Winter überstehen, steht im Ratgeber Grab winterfest machen.

Der Handgriff für das Frühjahr

Setz bei der Herbstbepflanzung gleich Blumenzwiebeln dazwischen, etwa Krokusse, Traubenhyazinthen, Narzissen oder Tulpen. Sie wurzeln über den Winter ein und blühen im zeitigen Frühjahr, noch bevor du die erste Frühjahrsbepflanzung setzt. Jede Zwiebel kommt etwa zwei- bis dreimal so tief in die Erde, wie sie hoch ist.

Lücken im Grundgerüst schließen

Der Herbst ist auch die beste Zeit für neue Bodendecker. Der Boden ist noch warm und feucht, die Pflanzen wachsen bis zum Frühjahr gut an.

Winter:
November bis Februar

Im Winter ruht die Bepflanzung, und auf dem Grab ist wenig zu tun. Abgedeckt wird bei uns im Bodenseekreis nichts: Die Winterbepflanzung von Allerheiligen bleibt offen und sichtbar. Du gießt nur an frostfreien, trockenen Tagen und schaust nach einem Sturm, ob Grabschmuck und Laterne noch stehen. Mehr dazu steht im Ratgeber zum winterfesten Grab.

Dein Grabkalender
auf einen Blick

Februar und März

Grab kontrollieren, Welkes auszupfen. Erde lockern, Bodendecker schneiden.

März und April

Frühjahrsbepflanzung setzen, rechtzeitig vor Ostern. Langzeitdünger geben, Grabschmuck zu Ostern.

Mitte Mai

Nach den Eisheiligen die Frühjahrsblumen gegen Sommerblumen tauschen.

Juni bis August

Gießen, Verblühtes ausputzen, Unkraut zupfen. Für die Urlaubszeit das Gießen organisieren.

September

Lücken im Grundgerüst mit neuen Bodendeckern schließen, solange der Boden warm ist.

Oktober

Sommerblumen abräumen, Herbst- und Winterpflanzen setzen, Blumenzwiebeln dazwischen legen.

Bis Allerheiligen

Gesteck, Schale oder kleiner Kranz aufs Grab, die Grablaterne prüfen.

November bis Januar

An frostfreien, trockenen Tagen gießen, nach Sturm oder Schnee nach Grabschmuck und Laterne sehen.

Wenn du die Pflege
abgeben möchtest

Drei Pflanzwechsel und ein Sommer voller Gießgänge sind viel, gerade wenn du nicht in der Nähe wohnst. Blumen Heck in Tettnang übernimmt die Grabpflege auf dem Alten und Neuen Friedhof in Tettnang sowie in Meckenbeuren, Brochenzell und Kehlen. Ansprechpartner ist unser Gärtner Daniel Theurer.

  • Einzeln beauftragt: Saisonale Bepflanzung im Frühjahr, Sommer und Herbst, Gießen, Unkraut entfernen und Grabschmuck zu Allerheiligen oder Ostern, einmalig oder im Abonnement.
  • Dauergrabpflege: Als Mitglied der Genossenschaft Württembergischer Friedhofsgärtner eG bieten wir Grabpflege mit bis zu 25 Jahren Laufzeit an. Die Genossenschaft verwaltet das Geld, unabhängige Prüfer kontrollieren die Pflege.

Zu Allerheiligen gestalten wir in unserer Gärtnerei Schaugräber mit Herbst- und Winterbepflanzung. Grabbepflanzungen übernehmen wir ab Oktober. Wer sein Grab zu Allerheiligen fertig haben möchte, meldet sich am besten früh bei Blumen Heck. Alles Weitere steht auf unserer Seite zur Grabpflege in Tettnang.

Häufige Fragen
zur Grabbepflanzung

Wie oft muss man ein Grab neu bepflanzen?

Die Wechselfläche dreimal im Jahr: im Frühjahr, ab Mitte Mai und im Oktober. Das Grundgerüst aus Bodendeckern bleibt mehrere Jahre stehen.

Wann kommt die Sommerbepflanzung aufs Grab?

Nach den Eisheiligen, also ab Mitte Mai. Vorher gibt es nachts noch Frost, den die meisten Sommerblumen nicht vertragen.

Welche Bodendecker eignen sich für ein schattiges Grab?

Efeu, Kleines Immergrün und Dickmännchen. Alle drei sind immergrün und kommen mit wenig Licht aus.

Wann setzt man Blumenzwiebeln aufs Grab?

Im Oktober, zusammen mit der Herbstbepflanzung. Sie blühen dann im zeitigen Frühjahr.

Wie viel Fläche sollte die Wechselbepflanzung einnehmen?

Etwa ein Drittel der Grabfläche. Je kleiner die Wechselfläche, desto weniger Arbeit macht das Grab.

Übernimmt Blumen Heck die Wechselbepflanzung auf dem Grab?

Ja. Unser Gärtner Daniel Theurer bepflanzt Gräber in Tettnang, Meckenbeuren, Kehlen und Brochenzell im Frühjahr, im Sommer und im Herbst, einmalig oder über die Dauergrabpflege.

Daniel Theurer

Dein Ansprechpartner

Daniel Theurer

Gärtner und Friedhofsverantwortlicher

Du hast Fragen zur Grabpflege oder möchtest ein Grab neu anlegen lassen?

Schreib uns, wir melden uns bei dir.